ZDFheute | Nachrichten - Markenrecht: Krieg der Äpfel
"Eine Marke muss verteidigt werden"
Apple folge vermutlich nur der gängigen Devise: Eine Marke muss verteidigt werden, sagt Michael Terhaag, Fachanwalt für IT- und Markenrecht. Nach diesem Motto handeln viele große Unternehmen - und das nicht ohne Grund. "Gerade berühmte Marken sollte man gegen ähnliche Marken verteidigen, um nicht einer so genannten Verwässerungsgefahr zu unterliegen", erklärt der Düsseldorfer Anwalt.
Denn die Tatsache, dass ein Unternehmen ähnliche Marken duldet, könnte ihm in einem Rechtsstreit zum Verhängnis werden. Die Gegenseite könnte anführen, die Marke sei bereits verwässert, also nicht mehr einmalig und deshalb auch nicht mehr besonders schützenswert. "Auf diese Verwässerungsgefahr dürfte Apple sich berufen", meint Terhaag. Ob zu Recht, wird die Zukunft zeigen. Der Konzern äußert sich in dieser Sache nicht.
Ich war ja kürzlich auch sehr erstaunt wo denn die Apple-Leute eine "eindeutige Verwechslungsgefahr" der beiden Logos sehen. Vor allem dürfte Apfelkind kaum international tätig werden. Der Bekanntheitsgrad wäre ohne diesen Markenstreit wahrscheinlich auf den Köln-Bonner-Raum beschränkt geblieben.
Allerdings muss ich zugeben, unter dem Aspekt der Verwässerungsgefahr (wie im Zitat beschrieben) muss ich den Apple-Leuten wieder Recht geben. Dieser Gefahrenpunkt war mir nicht bekannt.
Ein interessantes Thema. Ich wünsche Apfelkind trotzdem viel Erfolg. Und selbst wenn Apple in München kein Recht bekommt, sie haben dem Verwässern ja nicht zugestimmt und dürften somit keine Probleme bekommen.
